Theater Persephone

Das Hildesheimer Theater Persephone wurde 2015 von Reiner Müller gegründet und ist eine Gruppe freier Theaterschaffender mit wechselnder Besetzung. Persephone ist der Name einer Figur aus „Airswimming“, der ersten Produktion der freien Gruppe, und bezieht sich auf die Tochter von Zeus und Demeter in der griechischen Mythologie. Persephone wurde von dem Herrscher der Unterwelt, ihrem Onkel Hades, entführt und muss seitdem ein Teil des Jahres dort verbringen. Sie gilt als Fruchtbarkeitsgöttin und Herrscherin im Totenreich und verkörpert gleichzeitig die Welt des Lichts und der Schatten – genauso wie das Theater.

Das Theater Persephone produziert sowohl Kinder- und Jugendtheaterstücke, als auch Stücke für Erwachsene. Mit ihnen werden neue Blickwinkel auf die Welt und ihre Themen geworfen, die Lust am Fantasieren gefördert und neue Denkräume erzeugt. Mit unkonventionellen dramaturgischen Formen und der Einbeziehung unterschiedlicher Medien will das Theater Persephone ästhetisch herausfordern und Lust auf eigenes Kreieren wecken. Ein inhaltlicher Schwerpunkt der Theaterstücke liegt auf dem Blick von unerhörten, die Welt anders wahrnehmenden, anders seienden oder sich anders fühlenden Menschen. Grenzen zwischen Verrücktem und Normalem, Rationalem und Irrationalem, gesellschaftlicher Peripherie und Zentrum, Fremdem und Eigenem werden hinterfragt, verschoben, aufgelöst und neu gezogen. 

Nach der deutschen Erstaufführung von Charlotte Jones‘ „Airswimming“ im März 2016 (Thema Zwangspsychiatrie) feierte das Theater Persephone mit dem Kinderstück „Die Abenteuer des hässlichen Entleins“ im März 2017 seine Uraufführung (Thema Anders-Sein). „Die Welt der wilden Wesen“ ist die dritte Arbeit des Theaters Persephone und thematisiert die andere Welt, jenseits von Aufklärung und Logik, Ordnung und Zivilisation (Uraufführung am 23. November 2017).



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