Unsere kulturpolitischen Forderungen umfassen die Verbesserung der Arbeitsbedingungen Freier Theater, die Entwicklung und Umsetzung eines Gesamtkonzepts zur Förderung der Freien Theater in Niedersachsen, die Einführung komplementärer Förderinstrumente und Planungssicherheit sowie Spielstätten-Vernetzung.
Planungssicherheit
Kontinuierliche Theaterarbeit erfordert eine halbwegs verläßliche Planungssicherheit. Die Konzeptionsförderung schafft wie ein mehrjähriges Stipendium in der Künstlerförderung Raum für jahresübergreifende Experimente und Projekte. Sie ermöglicht professionelles Arbeiten und Kooperieren national und international durch Planungsmöglichkeit, wie die im Herbst 2002 von LaFT und Ministerium durchgeführte Evaluierung deutlich zeigt. Kooperation im Sinne der Gleichbehandlung ist jedoch unbedingt notwendig im Bereich der formalen Antragstellung und finanziellen Abwicklung. Die Förderer sind hier aufgefordert, ihre Abrechnungs und Antragsverfahren anzugleichen, um unnötigen bürokratischen Aufwand für die Theater zu vermeiden. Ebenso wichtig ist eine Vereinfachung der Auszahlungsmodalitäten, bei der das Land -erstaunlicherweise - eine Vorreiterrolle übernimmt durch die Vorauszahlung der Beträge, die erst nach 2 Monaten belegt werden müssen - ein Beispiel, dem gefolgt werden sollte. Ein weiterer Fortschritt wäre die Einführung einer Festbetragsfinanzierung, bei der der bewilligte Betrag als kalkulierbare Größe Teil der Finanzierung ist. Hier ist ein einheitliches Modell gefragt, an dem wir gerne mitarbeiten.
Vernetzung und Förderung von Spielstätten
Derzeit besteht aufgrund der der Mittelknappheit angepaßten Förderpraxis die paradoxe Situation, daß Freie Theater in Niedersachsen zwar Produktionsförderung erhalten, ohne eigene Spielstätte jedoch kaum Auftrittsmöglichkeiten haben. Daher richtet der Landesverband sein Engagement auch auf die Vernetzung und Förderung von Spielstätten in Niedersachsen.
