Laufend aktualisierte Hilfen für die Freien Theater und Kulturschaffenden in Niedersachsen

Wir unterstützen die freie Szene in Niedersachsen bei Fragen zur Existenzsicherung in der Corona-Krise. Hier geben wir einen laufend aktualisierten Überblick über die verschiedenen Hilfen für Solo-Selbstständige, Spielstätten, freie Gruppen u.v.m. Bei Fragen sind wir telefonisch erreichbar unter 0511 35 35 486 (von Bargen) oder 0511 35 34 963 (Jacob) oder via Mail: laft@laft.de!

 

Beschlossene Maßnahmen des Landes Niedersachsen:

  • Corona-Sonderprogramm für gemeinnützige Kultureinrichtungen und Kulturvereine des Landes Niedersachsen: Um den Bestand von Kultureinrichtungen in Niedersachsen zu sichern, gewährt das Land Niedersachsen gemeinnützigen Kultureinrichtungen und Kulturvereinen, die in Folge der Covid-19-Pandemie in eine existenzbedrohliche Wirtschaftslage und/oder in Liquiditätsengpässe geraten sind, finanzielle Unterstützungsleistungen (Billigkeitsleistungen).
    • Antragsberechtigt sind Einrichtungen und Vereine mit Sitz in Niedersachsen, die überwiegend Zwecke der Förderung von Kunst und Kultur verfolgen, ein regelmäßiges Kulturangebot vorhalten und in Folge der Covid-19-Pandemie in eine existenzbedrohliche Wirtschaftslage und/oder in Liquiditätsengpässe geraten sind. Antragsberechtigt sind gemeinnützige rechtsfähige juristische Personen des privaten Rechts (z. B. e.V., gGmbH, Stiftungen), sofern sie nicht wirtschaftlich und damit dauerhaft am Markt als Unternehmen tätig sind. Richtlinien und Anträge
  • Hotline der Niedersächsischen Landesregierung von 8 bis 22 Uhr: 0511 120 6000
  • Informationen zum Kurzarbeitergeld, Gesundheitsschutz u.v.m. sowie Ansprechpartner*innen und Unterstützungsmöglichkeiten über das Land Niedersachsen: Informationen
  • Antworten auf häufig gestellte steuerliche Fragen in Zusammenhang mit dem Corona-Virus: Informationen

Aktuelle Verordnung, die infektionsschützende Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Corona-Virus in Niedersachsen regelt:

  • AKTUELL: Download der niedersächsischen Verordnung vom 10. Juli 2020: Hier
    • In den Paragrafen 1 bis 4 sind die grundlegenden und nach wie vor ausgesprochen wichtigen Schutzmaßnahmen gegen die Ausbreitung des Virus zu finden:
      1. Abstand halten, persönliche Kontakte auf das Notwendige beschränken
      2. Mund-Nasen-Bedeckung tragen, wenn kein Abstand von 1,5 Metern möglich ist sowie generell beim Einkaufen sowie in Bussen und Bahnen
      3. Hygienekonzepte erstellen und befolgen
      4. Daten erheben beziehungsweise dokumentieren
  • Stufenplan "Neuer Alltag in Niedersachsen"
  • Antworten auf häufig gestellte Fragen zu der niedersächsischen Verordnung: FAQ

Maßnahmen der Bundesregierung:

  • Corona-Überbrückungshilfe des Bundes für kleine und mittelständische Unternehmen, Solo-Selbstständige und gemeinnützige Organisationen. Sie soll helfen, Umsatzrückgänge während der Corona-Krise abzumildern. Die Förderung ist ein gemeinsames Angebot von Bund und Ländern. Die Corona-Überbrückungshilfe ist erneut nur für die Erstattung fixer Betriebskosten bestimmt. Ein Unternehmer*innenlohn kann nicht geltend gemacht werden. Die Wirtschaftshilfe muss über eine*n Steuerberater*in eingereicht werden. Infos und Antrag
  • Grundsicherung (Hartz IV) - zu beziehen über die vor Ort zuständigen Jobcenter
    Bei Anträgen von Künstlern und Solo-Selbstständige soll die Vermögensprüfung und die Prüfung der Höhe der Wohnungsmiete für ein halbes Jahr ausgesetzt werden. Die »Grundsicherung« beträgt 432 Euro zuzüglich Mietkosten.
      
  • Mietschulden
    Kündigungen von Mietverträgen werden verboten, wenn Einkommensausfälle dazu führen, die Miete nicht mehr zahlen zu können. Das gilt für Mietschulden zwischen 1. April und 30. Juni 2020. Eine Begründung solle nicht nötig sein, ein Zusammenhang mit der Covid-19-Pandemie wird vermutet. Die Verpflichtung zur Mietzahlung (-nachzahlung) soll dabei bestehen bleiben.
      
  • Kinderzuschlag
    Ein leichterer Zugang soll geschaffen werden: Geprüft wird nur das Einkommen des letzten Monats, nicht das der letzten sechs Monate. Das soll vom 1. April bis 30. September 2020 gelten. Ob Anspruch besteht, soll online überprüfbar sein, ebenso die Antragstellung.

  • Kinderbetreuung
    Familien, die wegen geschlossener Kindergärten und Schulen nicht arbeiten können, sollen im Zuge der Änderung des Infektionsschutzgesetzes entschädigt werden.

Maßnahmen der Beauftragten der Bundesregieung für Kultur und Medien:

  • Programm NEUSTART KULTUR: Die Bundesregierung unterstützt mit einem umfangreichen Rettungs- und Zukunftsprogramm den Neubeginn des kulturellen Lebens in Deutschland. Für das Programm NEUSTART KULTUR steht rund eine Milliarde Euro zur Verfügung. Ziel der Maßnahmen ist es, das durch die Corona-Pandemie lahmgelegte kulturelle Leben wieder anzukurbeln und dadurch Arbeitsmöglichkeiten für Künstlerinnen, Künstler und andere Kreative zu schaffen. Weitere Informationen
  • NEUSTART KULTUR. NPN-STEPPING OUT (Antragsfristen: 10. August 2020 (1. Vergabe) und 15. September 2020 (2. Vergabe)): NPN-STEPPING OUT zur Förderung der Entwicklung, Produktion und Distribution von Tanz in neuen Räumen. DIS-TANZEN als Stipendienprogramm für soloselbständige Tanzschaffende und als Impulsförderung für Tanzschulen und Tanzpädagogik in kulturellen Einrichtungen. TANZPAKT RECONNECT zur Stärkung und Zukunftssicherung von Tanzstrukturen Infos und Anträge
  • Mit dem Progamm NEUSTART will die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) kleine und mittlere Kulturorte unterstützen, Umbaumaßnahmen zur Vermeidung von Infektionsrisiken durchzuführen. Pandemiebedingte Investitionen in Kultureinrichtungen (über den Fachverband Deutsche Theatertechnische Gesellschaft) / Antragsfrist: 31.10.2020. Mit dem Programmteil „Pandemiebedingte Investitionen in Kultureinrichtungen zur Erhaltung und Stärkung der bundesweit bedeutenden Kulturlandschaft“ sollen Kultureinrichtungen bei ihrer Wiedereröffnung und dem wiederaufgenommenen Betrieb unterstützt werden, insbesondere bei der Umsetzung von investiven Schutzmaßnahmen anlässlich der Ausbreitung der COVID-19-Pandemie sowie mit Blick auf zukunftsgerichteten Investitionen zur Stärkung der Attraktivität der Kultureinrichtungen bei Wiedereröffnung und Weiterbetrieb. So sollen Kultureinrichtungen auch in Zeiten der Krise ihren kulturellen Auftrag erfüllen können und als Orte der Begegnung und Teilhabe mit künstlerischen und kulturellen Mitteln zur Verbesserung der Lebensbedingungen der Menschen beitragen. Infos

Corona-Hilfen der Landeshauptstadt Hannover:

  • Soforthilfe der Landeshauptstadt HannoverHilfsprogramm der Region Hannover für Kunst und Kultur sowie hannoverscher Stabilitätspaket sind derzeit ausgeschöpft bzw. beendet.

Soforthilfe der Stadt Braunschweig:

  • Neben Unternehmen und kulturellen Einrichtungen sollen auch Kulturschaffende unterstützt werden, denen zum Beispiel durch coronabedingt abgesagte Engagements Einnahmen wegbrechen. Sie könnten bis zu 5.000 Euro erhalten, für Musikgruppen und künstlerische Ensembles soll die Förder-Obergrenze bei 6.000 Euro liegen. Diese fehlenden Einnahmen sind in den Bundes- und Landes-Rettungsschirmen in der Regel nicht förderfähig. Darüber hinaus sollen Kulturschaffende für bereits angefallene Kosten für Projekte, die nun nicht mehr oder nur verändert durchgeführt werden können, Kompensationen von bis zu 1.000 Euro erhalten. Zum Förderantrag

Soforthilfe der Stadt Wolfsburg:

  • Die „Soforthilfe Wirtschaft“ gilt für Wolfsburger Kleinstunternehmen, Soloselbständige und Angehörige der Freien Berufe. Diesen Zuwendungsempfängern soll Hilfe zur Überbrückung eines Liquiditätsengpasses, der durch die Corona-Pandemie verursacht wurde, geleistet werden. Ziel ist die Vermeidung von Insolvenzen und Entlassungen sowie die Bestandssicherung von kleinen Unternehmen, Soloselbständigen sowie Angehörigen der Freien Berufe. Es soll eine schnelle, unbürokratische und sofort wirkende Unterstützung erreicht werden. Zum Förderantrag

Unterstützung der freien Szene in Hildesheim:

  • Theaterfonds für die freie Theaterszene Hildesheims der BürgerStiftung Hildesheim ist beendet. Informationen
  • Kulturhilfsfonds der Stadt Hildesheim, ein Sonderfonds zur Projektförderung, ist ausgeschöpft. Informationen

Soforthilfe für Künstler*innen in Göttingen:

  • Soloselbstständige Künstler*innen und kleine Kultureinrichtungen aus Göttingen, die durch die Corona-Pandemie in Not geraten sind, konnten bis zum 15. Mai 2020 beim Verein KUNST Projektanträge stellen. Informationen

Kulturhilfen in Osnabrück:

  • Auch die Osnabrücker Kulturszene wurde hart von der Corona-Pandemie getroffen und steht vor ungeahnten Herausforderungen. Neue Wege werden gesucht, um die Vielfalt der Osnabrücker Kultur zu sichern.Trotz beginnender Lockerungen ist ungewiss, wie lange Kulturbetriebe geschlossen bleiben müssen und wann Veranstaltungen wieder im gewohnten Maße stattfinden können. Die Krisensituation hat der Verein Ars Vivendi e.V. zum Anlass genommen, eine Fundraising-Aktion für die lokale Kulturszene zu entwickeln. Informationen und Antrag

KSK, Verwertungsgesellschaften: 

  • GEMA: 40 Millionen Euro starkes Nothilfe-Programm für Mitglieder, für Kunden gelten Kulanzregelungen
    Information
  • Verwertungsgesellschaft Wort (VG Wort): Sozialfonds für in Not geratene Wortautoren, Verleger und ihre Hinterbliebenen
    Information | Richtlinie (pdf-Datei, 109 KB)

  • Verwertungsgesellschaft Bild-Kunst (VG Bild-Kunst): Stiftung Sozialwerk: Einmalige oder befristete Hilfen als Überbrückungszahlungen zur Aufrechterhaltung bestehender Verpflichtungen bei Eintritt einer unerwarteten Notsituation
    Information
      
  • Gesellschaft zur Verwertung von Leistungsschutzrechten (GVL): individuelle und kulturpolitische Zuwendungen
    Informationen
    einmalige Hilfe in Höhe von 250 Euro im Rahmen der sozialen Zuwendungen
    Information
     
      
  • Künstlersozialkasse (KSK): Bei akuten Problemen kann individuelle Zahlungserleichterung gewährt werden. Wenn abzusehen ist, dass die abgabepflichtigen Entgeltzahlungen im laufenden Jahr durch die Auswirkungen des Corona-Virus erheblich geringer ausfallen als im Vorjahr, können die monatlichen Vorauszahlungen auf Antrag herabgesetzt werden. Dazu kann der auf der Homepage der Künstlersozialkasse hinterlegte Antrag genutzt oder ein formloses Schreiben eingereicht werden.

Solidaritätsfonds:

  • Genossenschaft deutscher Bühnenangehöriger: Hilfstopf für freie Mitarbeiter*innen deutscher Bühnen - 500 Euro pro Person für die Existenzsicherung, nach Prüfung: Information
  • Deutsche Orchestervereinigung: Notfallsoforthilfe für freischaffende Musiker*innen: Informationen
      
  • #handforahand für freie Bühnen- und Tontechniker*innen, Beleuchter*innen, Stage Hands und Veranstaltungshelfer*innen
  • ensemble-netzwerk, Allianz der freien darstellenden Künste uvm.: 500 Euro Soforthilfe für Theaterschaffende: Aktion

Entschädigung bei Verdienstaufall durch Quarantäne:

  • Wer aufgrund des Coronavirus offiziell unter Quarantäne gestellt wird, einem Tätigkeitsverbot unterliegt und dadurch einen Verdienstausfall erleidet, kann nach § 56 des Infektionsschutzgesetz (IfSG) eine Entschädigung erhalten. Selbstständige und Freiberufler wenden sich in diesem Falle direkt an das für sie zuständige Gesundheitsamt.

Stiftung Niedersachsen, Fonds Darstellende Künste u.a.:

  • Die Förderzusage der Stiftung Niedersachsen wird bei Ausfall einer Veranstaltung grundsätzlich aufrechterhalten. Bitte informieren Sie die Stiftung Niedersachsen rechtzeitig über Veränderungen in Ihren von der Stiftung geförderten Projekten: Link
  • Stipendienprogramm #takecare des Fonds Darstellende Künste geht in die 2. Runde! Antragsfrist: 01.09.2020 - Die stipendienartige Förderung in Höhe von bis zu 5.000 € wird in mehreren Antragsrunden an Einzelkünstler*innen vergeben. Langjährig kollektiv arbeitende Künstler*innengruppen können ihre Anträge für bis zu 5 antragstellende Personen zum selben Vorhaben gebündelt stellen. Die antragstellenden Künstler*innen müssen in den letzten drei Jahren nachweislich in künstlerischen Leitungspositionen bzw. künstlerisch projektverantwortlich in mit Landes- oder Bundesmittel geförderten Projekten der Darstellenden Künste mitgewirkt haben oder alternativ ihre länderübergreifende Gastspieltätigkeit im selbstbeauftragten künstlerischen Schaffen belegen. Die Antragstellung beim Fonds erfolgt ausschließlich online und ist ab dem 01. August 2020 möglich. Die erste Antragsfrist in diesem Programm ist der 01. September 2020. Infos

Rechtliche Hilfestellungen für Kunst, Kultur und Kreativwirtschaft in der Corona-Krise:

  • Online-Talk am 31. März 2020 von Kreativ Kultur Berlin / Kulturprojekte Berlin: Was ist rechtlich zu beachten für Akteure aus Kunst, Kultur und Kreativwirtschaft in der Corona-Krise? Link
  • Kostenlose Rechtsberatung durch die HÄRTING HELPLINE: Kultur, Gastronomie, Clubs, Events, Sport. Ab sofort bieten wir kostenlose telefonische Erstberatung für Unternehmen, Freelancer und Einrichtungen an, die von Schließungen, Absagen und Ausfällen betroffen sind. Link

Informationen und praktische Hinweise zu Corona-SARS-CoV-2 in unterschiedlichen Sprachen:

 


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